Immobilienwirtschaft Tag

Die politisch Verantwortlichen bremsen die Energiewende in Gebäuden seit Jahren aus. Ambitioniertere Klimaziele sind nicht die Lösung. Stattdessen müssen Fallstricke in Gesetzen sowie die Defizite bei Behörden und Netzbetreibern endlich behoben werden. Dann kann der Gebäudesektor schnell zum Taktgeber beim Klimaschutz werden.

Mit dem linearen Wachstum dürfte es nun vorbei sein, spätestens ab 2022 erwartet EINHUNDERT eine exponentiell steigende Marktentwicklung insbesondere bei PV-Mieterstrom, weniger bei BHKW-Mieterstrom. Die Gründe dafür sind regulatorischer Natur und umfassen alle Ebenen, von EU über Bund bis in die Kommunen. Wir haben die relevantesten Novellierungen und Vorschläge für Sie zusammengefasst.

Smart Meter sind in Zukunft als wesentlicher Bestandteil der Energiewende unersetzlich, um durch mehr Transparenz im Stromnetz Erzeugung und Verbrauch bestmöglich aufeinander abzustimmen und Endkunden Transparenz über ihren Verbrauch und weitere Mehrwertdienste zu bieten. So war es im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende vorgesehen; ab 2017 sollte der Einbau der im Gesetzestext „intelligente Messsysteme (iMSys)“ genannten Stromzähler beginnen. Über drei Jahre Verzögerung brauchte es, bis im Februar 2020 der Startschuss durch das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) fiel und langsam und schleppend der Smart Meter-Rollout begann. Nun ist er vorläufig schon wieder vorbei: Das Oberverwaltungsgericht NRW hat die entsprechende Allgemeinverfügung des BSI per Eilbeschluss am 04. März 2021 ausgesetzt.

Mieterstrom ist kein Geschäftsmodell, welches sich alleine mit Software umsetzen lässt. Standardisierung setzt eine enge Verzahnung aus Prozessen, Software und Hardware voraus. PV-Anlagen müssen installiert, Zähler getauscht, Meldeprozesse müssen durchgeführt und Absprachen mit Netzbetreibern getroffen werden.