3 Gründe, warum Immobilienentwickler Mieterstrom in Projekte integrieren sollten

3 Gründe, warum Immobilienentwickler Mieterstrom in Projekte integrieren sollten

Nach Einführung des gleichnamigen Fördergesetzes Mitte 2017 hat der Begriff „Mieterstrom“ zunehmend Popularität erlangt. Selbsterklärend ist er jedoch nicht. Mieterstrom bedeutet: Strom wird in Mehrparteiengebäuden vor Ort mittels einer Photovoltaikanlage oder einem Blockheizkraftwerk erzeugt und größtenteils von den Nutzern der Immobilie direkt verbraucht. Die Nutzer können sowohl private Haushalte als auch Unternehmen sein.

Die Vorteile liegen auf der Hand

Die Mieter werden zu Teilnehmern der Energiewende und profitieren von günstigen Stromtarifen. Immobilieneigentümer werten ihre Immobilie mit einer Photovoltaik-Anlage [PV-Anlage] auf und verdienen am Stromerlös mit. Für Projektentwickler jedoch ist Mieterstrom auf den ersten Blick mit zusätzlichem Aufwand, Kosten und einer hohen Komplexität verbunden.

Der Schein trügt. Auch für Entwickler, die Immobilienprojekte nach Bauabschluss an Investoren oder WEGs übergeben, gibt es mindestens drei gute Gründe für Mieterstrom.

Senkung der Baukosten

Die lokale Stromerzeugung im Rahmen von Mieterstrom kann in Teilen auf die Primärenergiebilanz des Gebäudes angerechnet werden. Durch das neue Gebäudeenergiegesetz kann es deutlich umfangreicher angerechnet werden als zuvor. Durch PV-Mieterstrom wird die Primärenergiebilanz um bis zu 20% gesenkt. Somit können höhere Standards leichter erreicht werden

Mit dem Gebäudeenergiegesetz wird die Anrechenbarkeit von Mieterstrom nochmals deutlich ausgeweitet. Mit § 23 GEG kann nun abhängig von der PV-Anlagenleistung und dem elektrischen Energiebedarf der Anlagentechnik im Gebäude (Umwälzpumpe, Lüftungsanlage, aber auch Wärmepumpe) der Primärenergiebedarf „künstlich“ gesenkt werden. Maximal ist eine Reduktion um 20% möglich, bei Verwendung von zusätzlichen Batteriespeichern auch um bis zu 25%. Das führt dazu, dass bei Neubau mit PV-Anlage und digitaler Messtechnik für Verbrauchsvisualisierung und -abrechnung ein höherer Energiestandard möglich wird.

Der Clou: EINHUNDERT bietet Mieterstrom mit dem Komfort Paket als Komplett-Service an. Auch mit rechtssicherer Übergangsregelung zwischen Immobilienentwickler und Eigentümer(n) So können Entwickler dank Mieterstrom-Contracting unter dem Strich die Baukosten reduzieren.

Übrigens: Die laufende Analyse der Primärenergiebilanz für Immobilien in Echtzeit ist Bestandteil der digitalen Mieterstromplattform von EINHUNDERT.

Zugang zum KfW 40 Plus-Standard

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau [KfW] stellt Förderungen zum energieeffizienten Bauen bereit. Ziel der KfW ist, Entwickler dazu zu motivieren, Gebäude mit möglichst niedrigem Primärenergieverbrauch zu planen. Besonders stark gefördert wird dabei der KfW 40 Plus Standard – bis zu €30.000 pro Wohneinheit sind verfügbar.

Um KfW 40 Plus zu erfüllen, muss die Primärenergiebilanz nicht nur 60% unter dem eines Referenzgebäudes liegen; zusätzlich muss vor Ort nachhaltig Strom erzeugt und überwiegend im Gebäude genutzt werden. Für Mehrparteienhäuser heißt das im Klartext: Mieterstrom, meistens mit Photovoltaik.

Ein Rechenbeispiel: Bei 20 Wohneinheiten beläuft sich der Zuschuss der KfW für 40 Plus auf €600.000, das sind €120.000 mehr als beim Standard 40. Die dafür erforderlichen Investitionen rentieren sich für Entwickler in der Regel deutlich. Erst recht, wenn für die PV-Anlage und Messtechnik das Contracting-Angebot von EINHUNDERT in Anspruch genommen wird. Der Großteil der Investition fällt beim Entwickler nicht an – die Förderung fließt dennoch.

Steigerung des Projektwerts und der Vermarktbarkeit

Besonders im Segment der mittleren und gehobenen Eigentumswohnungen geht der Trend klar zu Mehrwertdiensten. Entwickler binden E-Mobilität, Car-Sharing, Quartiers-Apps, Smart Home und weitere Innovationen in ihre Projekte ein. Die Bereitstellung von sauberer lokaler Energie ist ein logischer nächster Schritt.

Dank des Mieterportals haben die Bewohner ihren Verbrauch immer im Blick und zahlen monatlich exakt das, was sie verbraucht haben. So fügt sich die Lösung von EINHUNDERT  nahtlos in Immobilienprojekte ein, die auf digitalaffine Käufer zielen. Auch Micro-Living-Konzepte und Serviced Apartment-Projekte profitieren besonders – hier kann der künftige Immobilienbetreiber mit sauberer Energie und einer vergünstigten Warmmiete punkten.